Communio Ingolstadt West

Geschichte der Pfarrei Friedrichshofen

und seiner Pfarrkirche St. Christoph

Die Entstehung und Entwicklung des Stadtteils Friedrichshofen

 

Wegen seiner strategisch günstigen Lage sollte unter König Ludwig I. Ingolstadt zu einer Landesfestung aus­gebaut werden. Die Errichtung der klassizistischen An­lagen begann 1828 und währte 15 Jahre. Auf Arbeits­suche zogen viele Menschen hierher. Sie kamen aus der Rheinpfalz, aus Württemberg, Franken und dem Main­gebiet. Ihr Bekenntnis war meistens evangelisch.

Den ersten Hausbau datiert die lokale Überlieferung auf 1832. Im selben Jahr ruft der Regimentsquartier-

meister Friedrich Schultheiß eine Aktiengesellschaft zur Anlage einer Kolonie „an der Landstraße von In­golstadt gegen die Gabel" ins Leben. Die Flur gehörte größtenteils zur Marktgemeinde Gaimersheim. 1833 zieht nach Recherchen des Historikers Dr. Theodor Straub der erste Kolonist, Johann Popp aus Sommer­hausen bei Ochsenfurt, in sein Anwesen ein. Im Volks­mund heißt die Ansiedlung bald „Neu-Elend", wobei „elend" so viel wie fremd bedeutete. 1835 wird sie offiziell nach ihrem Gründer Friedrichshofen benannt. Die katholische Minderheit des Ortes gehört damals zur Pfarrei Gaimersheim. Die Zahl der Anwesen steigt 1837 auf 14. Auf Grund eines königlichen Dekrets wird Friedrichshofen am 24. Mai 1847 zur politisch selb­ständigen Gemeinde. 1855 sind von 182 Einwohnern 26 katholisch. 1860 erhält der Ort eine eigene Volks­schule, eine Konfessionsschule. Die katholischen Kin­der Friedrichshofens besuchen je nach Schulsprengel­zugehörigkeit die Volksschule in Gaimersheim oder die entsprechende in Ingolstadt. Durch den Zustrom von Heimatvertriebenen steigt die Zahl der Katholiken 1946 auf 180. 

Die Planungs- und Baugeschichte der Pfarrei St. Christophorus

 

20.01.1947                

Der Gaimersheimer Pfarrer Jakob Franz beantragte die Einführung eines Sonn­tagsgottesdienstes vor Ort für die Friedrichshofener Katholiken, ,,die fast durch­wegs der arbeitenden Klasse angehö­ren."

Mangels Raum wurde er zunächst monat­lich zweimal in einem Friedrichshofener Schulzimmer gefeiert.


09.04.1949                

Mit einem Schreiben bestätigte der da­malige Eichstätter Bischof, Josef Schröffer, dass er für die „neue Kirche" in Fried­richshofen einen Kelch bestimmt und ge­weiht habe.

20.04.1947

„Vorbehaltlich der Genehmigung durch das Bischöfliche Ordinariat erwirbt die katholische Kirchenverwaltung Gaimers­heim eine ehemalige Wehrmachts­baracke um den Preis von 10 000 RM" (Größe: 30m x 12m). Diese Baracke aus dem Gefangenenlager sollte zunächst als Notkirche dienen. Sie wurde von dem lngolstädter Architekten Gebhard umge­baut, u. a. um zwei Meter erhöht.

24.10.1947

Das Bischöfliche Ordinariat erteilte An­weisungen hinsichtlich der Innenausge­staltung der Notkirche. Aufgestellt wur­de die Baracke, im Volksmund als „Stall von Bethlehem" bezeichnet, auf einem Grundstück, genannt „Heideteil", das der Kirchenstiftung Gaimersheim gehörte. Es war an der Kreuzung Friedrichshofener Str./lngolstädter Str. (B13/16) gelegen. Ursprünglich war die Kirche nur für drei Jahre genehmigt und wies schon bald Baumängel auf. Doch der „Stall von Bethlehem" wird der Gemeinde ganze 21 Jahre lang ihren Dienst tun.

09.04.1949

Einweihung der Notkirche durch Domde­kan Prälat Dr. Ludwig Bruggaier aus Eich­stätt.

Die Seelsorge für die Katholiken Fried­richhofens hatte der Benefiziumspro­visor Josef Zottmann aus Gaimersheim von 1960 bis 1965 inne. Die sonntäg­lichen Gottesdienste feierte der Kaplan der Münsterpfarrei im Wechsel mit dem Benefiziaten Zottmann.

Mit dieser Urkunde bestätigte der Eichstätter Bischof Joseph Schröffer im April 1949 die Weihe der Notkirche in Friedrichshofen.

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06.05.1959

„Ein Glöcklein im Gewicht von ca. einem Zentner" versprach Domdekan Brug­gaier „in absehbarer Zeit." Diese Glocke stammte aus der Pfarrei St. Josef, Ingol­stadt.

 

20.11.1956

Nach einem Beschluss des Friedrichsho­fener Gemeinderats durften von nun an auch Katholiken auf dem örtlichen Fried­hof bestattet werden.

 

17.07.1960

Ihr 100-jähriges Bestehen feierte die zweiklassige Volksschule Friedrichshofen. In seiner Festrede stellte Hauptlehrer Ar­thur Steiner fest: „Aus dem Elend wurde ein schmuckes Dorf."

   

22.10.1961

Nun zählte der Seelsorgebezirk Fried­richshofen 750 Katholiken und 450 An­dersgläubige. Die Notkirche erwies sich als zu klein und baufällig, so dass der Gai­mersheimer Pfarrer Jakob Franz beim Bi­schöflichen Ordinariat in Eichstätt einen Kirchenneubau in der „Diaspora Fried­richshofen" beantragte.

 

24.11.1963

Ein „Kirchenbauverein Friedrichshofen" wurde gegründet. Den Vorsitz führte Be­nefiziat Zottmann.

 

29.01.1964

Die Zahl der Katholiken stieg auf 1093, die der Andersgläubigen auf 619.

 

03.03.1965                

„Unter dem Vorsitz des Hochwürdigen Herrn Bischofs" wurde in der Sitzung des Ordinariats beschlossen, eine neue Kirche in Friedrichshofen zu erstellen. Der von der Landesbausparkasse erwor­bene Grund, rund 90 Tagwerk, war für eine künftige Parkstadt mit etwa 2750 Einwohnern gedacht.

Die Bauplatzfrage gestaltete sich aller­dings langwierig und schwierig. Einmal lag der Pfarrsprengel innerhalb dreier po­litischer Gemeinden: 80% der Katholiken waren lngolstädter, je 10% Bürger der Gemeinden Fried­richshofen und Gaimersheim. Zum an­deren favorisierten die Stadt Ingolstadt, die Bayerische Landesbausparkasse, das Landratsamt und die Marktgemein­de Gaimersheim jeweils einen anderen Standort. Die Gaimersheimer waren für den Platz, auf dem bereits die Notkirche stand. Das Ordinariat Eichstätt hatte be­reits in den 50-er Jahren an der heuti­gen Kreuzung Krumenauer-/ Levelingstr. ein Grundstück für einen Kirchenneubau erworben. Dieses lag jedoch im Pfarr­sprengel der Münsterpfarrei und wurde ihr später auch überlassen.

01.06.1965                

Andreas Risch, Kaplan in Ingolstadt St. Anton, erhielt vom damaligen Bischof Dr. Josef Schröffer den Auftrag, die Seel­sorgegemeinde und das Pfarrzentrum In­golstadt-Friedrichshofen zu errichten.

 

23.02.1966

Andreas Risch wurde zum Pfarrprovisor von Gaimersheim ernannt.

 

01.11.1966                

Durch Loslösung aus der Münsterpfar­rei, aus St. Pius und Gaimersheim bildete man die selbständige Kuratie St. Christo­phorus.

 

21.02.1967

Deren Kurat hieß Andreas Risch.

  

04.12.1967

Endlich konnte via Tauschvertrag mit der Stadt Ingolstadt in dem Siedlungsgebiet der Bayerischen Landesbausparkasse un­weit des Friedhofs und neben der „neu­en" Volksschule ein Grundstück für den Kirchenneubau erworben werden.

 

Noch im Dezember desselben Jahres geneh­migte das Bischöfliche Ordinariat den Entwurf des Münchener Architekten Er­hard Fischer. Wegen gestiegener Baukos­ten (Mehrwertsteuer) zog das Bischöfli­che Ordinariat diese Genehmigung ei­nige Wochen später zurück. So musste völlig neu geplant werden, um den Ge­stehungspreis zu senken. Erst im August 1968 erhielt der vereinfachte Plan vom Ordinariat grünes Licht.

  

14.03.1969

Die Regierung von Oberbayern erteilte die Baugenehmigung.

 

19.03.1969

Erster Spatenstich für die Christophorus­kirche.

Warum St. Christophorus? „Mit dem 1956 von Pius XII. erlassenen Dekret der ,Acta Apostolicae Sedis' erklärte er den heiligen Christophorus zum Patron der Pilger und Autofahrer. Weil in Ingol­stadt täglich Hunderte von neuen Kraftfahrzeugen in den Strom des Straßenverkehrs rollen, und die neue Kir­che ursprünglich an der B13/16 erbaut werden sollte, hat Erzbischof Dr. Josef Schröffer der Kirche den Titel St. Christophorus ver­liehen.

Das Patrozinium der Kirche wird am 24. Juli gefeiert.

13.07.1969

Grundsteinlegung für die neue Kirche durch Domdekan Bernhard Mader. Am selben Tag erfolgte die Eingemeindung nach Ingolstadt.

Auszug aus der Urkunde zur Grundsteinlegung der Pfarrkirche St. Christoph in Ingolstadt-Friedrichshofen

Anno Domini neunzehnhundertneunundsechzig wurde am siebten Sonntag nach Pfingsten, den dreizehnten Juli 9.30 Uhr dieser Grundstein der Pfarrkirche St. Christoph in Ingolstadt von Domdekan Bernhard Mader gelegt.

Die Grundsteinlegung zu dieser Kirche geschieht, da Papst Paul VI als oberster Bischof die Gläubigen des Erdkreises im 7. Jahr seines Pontifikates leitet, Bischof Dr. Alois Brems als 78. Nachfolger des hl. Willibald der Kirche von Eichstätt vorsteht, Philipp Dirsch Stadtdekan und Münsterpfarrer von Ingolstadt und Andreas Risch erster Seelsorger der Pfarrkuratie St. Christoph ist, 24 Jahre nach dem unseligen Zweiten Weltkrieg von 1939-45.     ……     Nur durch die tatkräftige Hilfe der Bischöflichen Behörden und die Opferwilligkeit der Gläubigen wird dieser Bau ermöglicht. Gott lohne allen Wohltätern mit den ewigen Gütern und mit reichem irdischem Segen. Möge diese Kirche für viele Generationen eine Stätte des Friedens und des Segens werden.

Ingolstadt, 13. Juli 1969

24.10.1969

Nach siebenmonatiger Bauzeit feier­te man bereits das Richtfest. Der neue Kirchenbau richtete sich nach den litur­gischen Anliegen des 2. Vatikanischen Konzils vor allem in der Gestaltung des Altarraumes. Die gemeinsamen gottes­dienstlichen Feiern von Vorsteher und Gläubigen sollten das Miteinander und Füreinander fördern, eine Einheit bilden, die Konzentration auf das Wesentliche lenken unter Berücksichtigung einfacher,  klarer Formen. Deshalb die halbkreis­förmige Anordnung der Kirchenbänke. Als Teil der versammelten Gläubigen in­tegrierte man auch die Sängerempore. Wegen seiner Bedeutung wurde das um den Altar geräumige Presbyterium ange­hoben, „damit die heiligen Handlungen bequem vollzogen werden können" und die Gläubigen den „Zelebranten gut se­hen können" (nicht „thronartig erhöht"). So kann man „mit Aug' und Herz an den heiligen Handlungen teilnehmen."

„Alles unter einem Dach und 200.000 Mark billiger“, so verteilte der Donaukurier schon vor Baubeginn Vorschusslorbeeren für den Entwurf des Architekten Erhard Fischer. Die „interessante Kombination von Kirche, Pfarrhaus und Jugendräumen in einem zusammenhängenden, geschlossenen Baukörper aus Sichtbeton“ war der erste Versuch dieser Art in der Diözese.

Das moderne Gotteshaus sorgte bundesweit für Aufsehen. 1971 bittet das Auswärtige Amt in Bonn um Bilder der Christoph-Kirche, die bei einer Ausstellung moderner Baukunst in Bukarest gezeigt werden sollen.

31.05.1970

Bischof Dr. Alois Brems weihte die neue Kirche ein.

Mit dem Weihetag wurde die bisherige Kuratie zur Pfarrei erhoben.

Der bisherige Kurat Andreas Risch wurde zum ersten Pfarrer der Gemeinde St. Christophorus ernannt.

   

Im gleichen Jahr wurde die Notkirche abgebrochen.

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Bischof Brems rief in seiner Predigt die Gemeinde dazu auf, die Kirche als Gottesgabe zu sehen. Sie sollten das Angebot, das ihnen mit diesem schönen Haus gemacht werde, dankbar annehmen und immer wieder zur Eucharistiefeier zusammenkommen.

  

Die "reinen Baukosten" für Kiche, Pfarrhaus, Turm und Versammlungsraum beliefen sich auf 1.160.400 DM. Für die Inneneinrichtung musste die Kirchenstiftung 150.000 DM aufbringen.

  

Zur Einweihung der Kirche am 31. Mai 1970 hatte der damalige Domkapellmeister Wolfram Menschick für den Chor eine moderne deutsche Messe komponiert und kam auch zur letzten Probe aus Eichstätt.

Auszug aus der Festschrift zur Einweihung der Kirche:

Mögen kommende Geschlechter an dieser Kirche erkennen, daß unsere Generation gläubig und aufgeschlossen war. Möge hier eine Stätte des Friedens entstehen, wo gebeugte, gequälte und reumütige Herzen mit Gott Zwiesprache halten und Ruhe finden können.

Möge die Erfahrung der Bauzeit nie verlorengehen: Nur in brüderlichem Zusammenwirken zwischen Bischof, Priester und Laien verwirklicht sich kirchliches Leben.

Möge sich um das neue Gotteshaus herum eine blühende, lebendige, aktive Pfarrgemeinde bilden, die ihre Kirche schätzt und liebt, für die sie auch weiterhin zu Opfern bereit ist.“                   

Andreas Risch, Pfarrer

Der Ausbau des Pfarrzentrums

   

    

   

25.09.1975                 Erster Spatenstich für den Kindergarten St.Christophorus an der Kirche

 

15.05.1976                 Richtfest für den Kindergarten

 

25.07.1976                 Einweihung des Kindergartens durch Domprobst Dr. Josef Lederer

23.07.1978                 Grundsteinlegung für das Pfarrzentrum

10.12.1978                 Richtfest für das Pfarrzentrum

01.07.1979                 Einweihung des Pfarrzentrums durch Domkapitular Wilhelm Reitzer

30.05.1979                  Grundsteinlegung für die Seniorenwohn­anlage

04.05.1980                 Einweihung der Seniorenwohnanlage

 

Der Architekt Erhard Fischer übergibt den Schlüssel für die Seniorenwohnanlage in direkter Nachbarschaft zur Kirche.

01.10.1982                 Richtfest für den Kindergarten am Klini­kum

 

20.02.1983                 Einweihung des Kindergartens am Klini­kum

 

Große Nachfrage macht den Bau von zwei je zweigruppigen Kindergärten in der Nähe des Klinikums erforderlich. Dieser Kindergarten war der ers­te Integrationskindergarten der Diözese Eichstätt. Er betreute u. a. zwei integrier­te Gruppen, in denen je drei behinderte Kinder mit zwölf anderen Kindern zusammenlebten.

Die Innenausstattung der Kirche St. Christoph    

           

              

              

            

         

1970          Kreuz aus der Notkirche übernommen, gestiftet von Gaimersheim

1972         

           

Wandbehang in der Werktagskapelle von Prof. Peter Recker, Eichstätt, gestiftet von 2 Ärztinnen und einem Arzt.

1975         

 

Kopie der „Altenmarkt-Madonna", eine Ober­ammergauer Schnitzarbeit.

1978         

     

Kreuzweg von Peter Burkhart, München.

1980   

                 

Christophorusfigur von Othmar Nogler, St. Christina, Grödnertal,

1980   

                 

Weihe der lebensgroßen Figur am 27.07.1980 durch Prof. Dr. Josef Kürzinger,

dazu entstand das Christophoruslied

1984         

     

Neue Orgel

Das bisher bes­pielte Instrument, ein Harmonium, stammte noch aus der Notkirche.

Die Orgelbaufirma hatte ihren Sitz in der Schweiz. Dorhin führte ein Pfarrausflug.

1984         

     

Weihe der Mathis-Orgel am 22.07.1984 durch Generalvikar J. Pfeiffer

Einzige Glocke im Glockenturm von 1970 bis 1992 – eine Leihgabe der Pfarrei St. Josef

03.07.1992

Fahrt zum Glockenguss nach Karlsruhe

1992       

   

Glockenweihe

   

Generalvikar Johann Limbacher weihte am 26.07.1992 die Glocken im Rahmen des Pfarrfestes.

    

Pfarrangehörige und Freunde stifteten fünf neue Glocken.

Ihre Namen lauten: Christopho­rus, Maria, Willibald, Walburga und Andreas.

Die Glocken wurden in der folgenden Woche in den schon dafür installierten Glockenstuhl im Kirchturm montiert.

   

Mit der Montage des Gläutes fand die Baugeschichte der Pfarrei nach 22 Jahren ihren Abschluss.      

   

Gemeindemission 

  

Nach dem äußeren Aufbau der Pfarrei wurde im Jahr 1994 eine Gemeindemission für die innere Weiterentwicklung  und Vertiefung des Glaubens durchgeführt. Diese fand im ganzen Dekanat Ingolstadt statt.

Pfarrei St. Christoph in Funk und Fernsehen


Am 10. März 1974 fand der erste Rundfunkgottesdienst aus St. Christoph statt, gefolgt vom Gottesdienst an Lichtmess 1985, Christmette 1987, Osternacht 1991 und einigen Krankengottesdiensten.

  

Der erste Fernsehgottesdienst fand am 1. Februar 1981 statt, darauf folgten weitere 25    Fernsehgottesdienste im Bayerischen Fernsehen.

  

1985 wurde vom Bayerischen Fernsehen in der Pfarrei eine vierteilige Sendereihe unter dem Titel "Liturgie heute" gedreht.

Die Themen der vier Sendungen waren:

Der heilige Ort

Der offene Himmel

Das Mahl der Liebe

Der immerwährende Lobgesang

   

Aus dem Grußwort zur Festschrift 25 Jahre Pfarrei - von Prälat Dr. Willibald Leierseder (Verantwortlicher der katholischen Hörfunk- und Fernseharbeit des Bayerischen Rundfunk)

 

"Hat doch die Gemeinde St. Christoph schon wenige Jahre nach ihrer Pfarreierhebung gleichsam über den eigenen Tellerrand hinausgeblickt und durch vorzüglich gestaltete Gottesdienste und eine überzeugende Verkündigung viele Hörer durch das Radio und Hunderttausende im Fernsehen weit über Bayern hinaus am gottesdienstlichen Geschehen teilhaben lassen. Einerseits war es das Engagement des Gemeindepfarrers, Dekan Andreas Risch, der es verstand, die Bereitschaft der Gemeinde für diesen Mediendienst, der ja immer auch Belastung darstellt, zu wecken, andererseits war es seine spezielle Art der Verkündigung, die über Deutschland hinaus vermehrt begeistert und dankbar angenommen wird.

Für diesen europaweiten, missionarischen Dienst möchte ich, stellvertretend für die große "Mediengemeinde", Dank sagen und Gottes reichen Segen wünschen, damit der Gemeinde und ihrem Pfarrer dieser missionarische Eifer erhalten bleibe." 

 

Fernsehgottesdienste, die aus der Pfarrei live im Bayerischen Fernsehen übertragen wurden:

01.02.1981       4. Sonntag im JK                                         

05.04.1981       Fastensonntag                                             

04.10.1981       Erntedank                                                      

06.12.1981       2. Advent                                                      

03.01.1982       2. Sonntag nach Weihnachten                 

07.03.1982       2. Fastensonntag                                         

01.05.1982       Maiandacht                                                  

02.05.1982       4. Ostersonntag                                           

04.03.1984       9. Sonntg im JK                                           

04.03.1984       Vespergottesdienst                                       

06.10.1985       Erntedank                                                       

06.11.1988       31. Sonntag im JK                                        

06.01.1989       Hl. Drei König 

09.04.1989       3. Ostersonntag

02.07.1989      13. Sonntag im JK

06.05.1990      4. Ostersonntag

06.05.1990       Maiandacht

06.01.1992       Hl. Drei König

05.04.1992       5. Fastensonntag

03.05.1992       3. Ostersonntag

01.11.1992       Allerheiligen

05.02.1995       5. Sonntag im JK

03.11.1996       31. Sonntag im JK

06.01.1997       Hl. Drei König

06.04.1997       Erstkommunion

01.10.2000       Erntedank

   

Neben diesen Live-Übertagungen der Fernsehgottesdienste wurden 38 Ansprachen in der sonntäglichen Katholischen Morgenfeier des Bayerischen Rundfunks mit Pfarrer Andreas Risch gesendet.

25-jähriges Jubiläum im Jahr 1995

        

Ein Vierteljahrhundert wurde die Pfarrkirche, bis im Jubiläumsjahr 1995 die erste umfangreiche Betonsanierung unabwendbar wurde.

   

Unter dem Motto: "Unsere kleine Kirchengeschichte - 25 Jahre Pfarrgemeinde St. Christoph" fand zum Jubiläum eine Ausstellung in Pfarrheim und Kirche statt.

Auszug aus der Festschrift 25 Jahre Pfarrei St. Christoph


Festpredigt 23.07.1995 „Wie wird es weitergehen?  Pfr. Andreas Risch

Pfarrfest im Jubiläumsjahr! Wir schauen zurück und fragen uns: Wie wird es weitergehen? Was bringen die kommenden Jahre? Wie wird unsere Pfarrei in 25, 50 und 75 Jahren ausschauen, wenn sie ihr 100jähriges feiert? Wird sie dann noch so stark und lebendig sein wie heute? Oder gibt es dann nur noch ein kleines, zusammengeschrumpftes Grüpplein von ein paar Unentwegten? Wird der Glaube den kommenden Generationen wichtig bleiben? Ihren Kindern und Enkeln? Oder wird er versickern, unmerklich, langsam, undramatisch. Manchmal habe ich jedenfalls den Eindruck, er wird beiseite geschoben oder einfach vergessen. Und noch andere Fragen drängen sich auf: Bleibt uns der Friede erhalten? Werden wir die Zerstörung unserer Umwelt stoppen können, werden wir die Herausforderungen bestehen, die uns heute  so sehr bedrängen? Die Zukunft macht vielen Angst.

....Wir dürfen darauf bauen: Er ist bei uns, er begleitet seine Kirche, seine Gemeinde, auf ihrem langen Weg durch Höhen und Tiefen. Lasst uns darauf vertrauen, mit Zuversicht in die kommenden Jahre zu gehen. Mit Zuversicht, aber auch mit der Bereitschaft wach zu sein für die Aufgaben, die diese Zeit uns stellt: Wach zu sein, aufgeschlossen und mutig!

Auszug aus der Festschrift 25 Jahre Pfarrei St. Christoph


Festpredigt 31.05.1995 "Das Gotteshaus auf Erden" Pfr. Andreas Risch

Wir denken zurück an den 31. Mai 1970, Bischof Alois Brems hat die Weihe der Kirche vorgenommen. 25 Jahre Kirche und Pfarrei St. Chrstoph! Verglichen mit dem Bistumsjubiläum, das wir in diesem Jahr feiern konnten, ist das eine kurze Zeit. Die Diözese existiert genau 50 mal so lange. Schon in einer relativ kurzen Zeit ist die Lebensgeschichte derer, die hier wohnen, verflochten mit diesem Haus. Viele wurden hier getauft, empfingen ihre Erstkommunion, haben ihren Ehebund geschlossen; und von denen, die bei der Einweihung anwesend waren, mussten wir bereits einige auf ihrem letzten Weg zum Friedhof begleiten. Lasst uns also dankbar sein, für dieses Stück Erde, das sich St. Christoph nennt. Es ist unsere religiöse Heimat. Und den, den wir tragen, der trägt uns. Genau das ist die Idee, die wir mit dem Namen Christophorus verbinden. Ich möchte dieser Gemeinde St. Christoph wünschen, dass dieses Versprechen Gottes auch für die Zukunft gilt. Größeres kann ich nicht für uns erbitten, als dass Gott uns nicht fallen lässt, sondern uns hält und trägt - was immer geschieht.

Die weitere Geschichte der Pfarrei wird momentan überarbeitet.