Wegen seiner strategisch günstigen Lage sollte unter König Ludwig I. Ingolstadt zu einer Landesfestung ausgebaut werden. Die Errichtung der klassizistischen Anlagen begann 1828 und währte 15 Jahre. Auf Arbeitssuche zogen viele Menschen hierher. Sie kamen aus der Rheinpfalz, aus Württemberg, Franken und dem Maingebiet. Ihr Bekenntnis war meistens evangelisch.
Den ersten Hausbau datiert die lokale Überlieferung auf 1832. Im selben Jahr ruft der Regimentsquartiermeister Friedrich Schultheiß eine Aktiengesellschaft zur Anlage einer Kolonie „an der Landstraße von Ingolstadt gegen die Gabel" ins Leben. Die Flur gehörte größtenteils zur Marktgemeinde Gaimersheim. 1833 zieht nach Recherchen des Historikers Dr. Theodor Straub der erste Kolonist, Johann Popp aus Sommerhausen bei Ochsenfurt, in sein Anwesen ein. Im Volksmund heißt die Ansiedlung bald „Neu-Elend", wobei „elend" so viel wie fremd bedeutete.
1835 wird sie offiziell nach ihrem Gründer Friedrichshofen benannt. Die katholische Minderheit des Ortes gehört damals zur Pfarrei Gaimersheim. Die Zahl der Anwesen steigt 1837 auf 14. Auf Grund eines königlichen Dekrets wird Friedrichshofen am 24. Mai 1847 zur politisch selbständigen Gemeinde. 1855 sind von 182 Einwohnern 26 katholisch. 1860 erhält der Ort eine eigene Volksschule, eine Konfessionsschule. Die katholischen Kinder Friedrichshofens besuchen je nach Schulsprengelzugehörigkeit die Volksschule in Gaimersheim oder die entsprechende in Ingolstadt. Durch den Zustrom von Heimatvertriebenen steigt die Zahl der Katholiken 1946 auf 180.

















































